CDU-Pressemitteilungen zur Festhalle

Die Festhalle ist ein zentrales Thema für die Zukunft Stadthagens – nicht nur als Veranstaltungsort, sondern auch als kultureller und wirtschaftlicher Motor unserer Stadt. Die CDU setzt sich für eine Lösung ein, die den Erhalt und die Modernisierung sichert, ohne die Steuerzahler zusätzlich zu belasten. Auf dieser Seite finden Sie unsere bisherigen Pressemitteilungen, in denen wir unsere Position, unsere Beweggründe und unsere Vorschläge für die Festhalle darstellen.

Pressemitteilungen

„Welchen Sinn macht es, einen toten Gaul zu reiten?“

CDU-Fraktion befürwortet eine innovative Wiederinbetriebnahme der Festhalle

 

                                                                                                   Stadthagen, 12. August 2025

 

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Stadthagen sieht nach Aussage ihres Pressesprechers und Aufsichtsratsmitglieds der Wirtschaftsbetriebe Jörg Ostermeier „in den beabsichtigten Verhandlungen mit dem Ziel einer möglichen Veräußerung der Festhalle eine große Chance für Stadthagen.“ Die Geschäftsführung der Wirtschaftsbetriebe Stadthagen GmbH (WBS), deren Aufsichtsrat und die Stadtverwaltung haben dies mit dem Ziel empfohlen, „eine langfristige Sicherstellung des Veranstaltungsbetriebes in privatwirtschaftlicher Verantwortung bei gleichzeitiger vertraglicher Absicherung eines Rückerwerbsrechts für die Stadt Stadthagen“ unter der Vorgabe zu erreichen, „die Festhalle wirtschaftlicher zu betreiben, als dies in der Vergangenheit durch die Wirtschaftsbetriebe erfolgt ist.“

Jens Klugmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und ebenfalls WBS-Aufsichtsratsmitglied erläutert: „Die 1969 erbaute Festhalle ist in die Jahre gekommen. Die 2010 durchgeführten Modernisierungsarbeiten haben zwar die Attraktivität der Halle etwas gesteigert, konnten deren Schließung aufgrund von Mängeln im Brandschutz im Jahr 2021 jedoch nicht verhindern. Für eine Wiederinbetriebnahme sind gemäß Prüfung der WBS zahlreiche bauliche Maßnahmen rund um Brandschutz, Flucht- und Rettungswege sowie Lüftung zwingend erforderlich und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Nutzbarkeit empfehlenswert.“

Vor diesem Hintergrund hatte der Rat am 16.12.2024 u.a. beschlossen, die WBS zu beauftragen, „einen Betreiber für die Festhalle zu suchen, dessen Betriebskonzept, ggfls. unter Berücksichtigung weiterer Sanierungs-/Modernisierungsmaßnahmen, zu einer Verbesserung des Betriebsergebnis für die Festhalle im Vergleich zum Eigenbetrieb führt.“ Der Vorwurf der SPD-/Grünen-Gruppe, Bürgermeister, Verwaltung und WBS würden den Ratsbeschluss „ignorieren“ greift aus Sicht der CDU-Fraktion an dieser Stelle nicht.

Die WBS hat nämlich in einem aufwendigen Prozess eine umfassende Prüfung vorgenommen und den Fraktionen fünf Varianten vorgestellt:

 

1. Betrieb der Festhalle durch die WBS als Vermietmodell;

2. Betrieb der Festhalle durch die WBS als Vermietmodell mit höherer Investition;

3. Betrieb durch die WBS in Kooperation mit örtlicher Zeitung;

4. Betrieb durch einen Pächter;

5. Verkauf an und Betrieb durch einen Investor.

 

Hierbei hat sich die Variante 5 eindeutig als die günstigste Alternative dargestellt. Der mögliche Investor hat in seiner Planung u.a. auch eine Erneuerung des Daches vorgesehen, was in absehbarer Zeit sehr wahrscheinlich sowieso anstünde und bei allen anderen Varianten von der WBS getragen werden müsste. Neben den einmaligen Investitionskosten wurden im Rahmen der Prüfung natürlich auch die jährlichen Folgekosten betrachtet. Diese sind in der auch von uns favorisierten Verkaufslösung im Vergleich zu allen anderen vier Varianten um 55 bis 234 Tsd. Euro pro Jahr günstiger.

Die CDU-Fraktion sieht neben den sehr wichtigen finanziellen Aspekten in der Variante 5 aber auch eine deutliche Attraktivitätssteigerung der Festhalle. CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Tadge beschreibt dies so: „Durch das geplante Einbringen privaten Kapitals in erheblichem Umfang wird die Festhalle von außen und innen in neuem Glanz erstrahlen. Umfangreiche technische Verbesserungen und Ergänzungen kommen nicht nur den bisherigen Nutzungen zu Gute, sie erschließen auch neue Nutzungsmöglichkeiten für zahlreiche interessante Veranstaltungen und attraktive Feste.“

Vor dem Hintergrund, dass in den letzten Jahren des Veranstaltungsbetriebes mit durchschnittlich 32 Tagen jährlich fast die Hälfte aller Vermietungstage auf Hochzeitsfeiern entfallen sind und die Festhalle weniger als 38 Tage pro Jahr für Abibälle, Abifeten, Sportlerball, Schützenfest etc. genutzt wurde, sei „eine Perspektive mit neuen, hochwertigen Veranstaltungen, die der Investor plant, proaktiv nach Stadthagen zu holen, ein qualitativ deutlicher Sprung nach vorn“, so Tadge.

 

„Mit dem Besuch neuer Veranstaltungsformate auch von überregionalen Gästen wird auch eine Stärkung der lokalen Gastronomie, von Hotels und Einzelhändlern einhergehen“, ist sich Fraktionsmitglied Andreas Ahnefeld sicher.

 

WBS-Aufsichtsratsmitglied Ostermeier stellt klar: „Die ‚vehemente‘ Forderung von SPD und Grünen, ‚die Festhalle und das dazugehörende Grundstück im Besitz der Stadt‘ zu belassen, wäre für die WBS so teuer, dass an anderer Stelle – sprich beim Tropicana – sehr wahrscheinlich erhebliche Einsparungen notwendig wären. Zusätzlich würde man qualitativ eine deutlich schlechtere Immobilie Festhalle sowie ein eindeutig weniger attraktives Veranstaltungsangebot in Stadthagen erhalten.“

 

Dass im Rahmen der Prüfung durch die WBS ein umfassenderer Ansatz gewählt wurde und auch ein Verkaufsmodell mit Betrieb der Festhalle betrachtet wurde, passt der Mehrheitsgruppe nun anscheinend nicht, da dies zu einem ungewünschten Ergebnis geführt hat: das neue Modell ist nämlich als klarer Sieger aus dem Vergleich aller Varianten hervorgegangen.

Tadge fordert die Mehrheitsgruppe auf, sich von Emotionen zu lösen und die neue Lage sachlich zu bewerten, denn: „Welchen Sinn macht es, einen toten Gaul zu reiten?“

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